Multitalent Radhose – was ein gutes Modell mitbringen sollte

Richtig radeln lässt sich nur in einer guten Radhose.

Richtig radeln lässt sich nur in einer guten Radhose.

Ein gut gepolstertes Gesäß ist auf einer langen Radtour Gold wert – die richtige Radhose zu finden, jedoch gar nicht so einfach! Die Anforderungen an eine gute Radhose sind hoch: Die Polsterung darf weder zu dick noch zu dünn sein, die Hose muss Feuchtigkeit abtransportieren, die Reibung gering halten und gleichzeitig noch irgendwie möglichst gut sitzen. Und aussehen.

Dass Firmen ständig neue Produkte auf den Markt bringen, ist zweifellos ein Indiz dafür, dass die Suche nach der perfekten Radhose noch nicht beendet ist und bei den Modellen immer noch Potenzial nach oben besteht.

Nicht zu dick und nicht zu dünn

Je dicker das Polster, desto geschützter das Gesäß und komfortabler die Radtour. Stimmt nicht! Ein dickeres Polster gleicht zwar den unangenehmen Satteldruck auf die Gesäßknochen aus, vermindert jedoch die Fahrqualität immens. Mit einer zu dicken Polsterschicht kommt man auf dem Sattel schnell ins „Wackeln“. Und wer will schon auf einer langen Fahrt auf dem Sattel hin und her rutschen wie auf einem Rodeo-Bullen? Zu dünn sollte die Schutzschicht für das Hinterteil jedoch auch nicht sein, denn mit schmerzendem Gesäß vergeht jedem Fahrrad-Fan schnell die Freude am Tritt in die Pedale. Die Lösung hierfür sollen Polster aus sogenannter elastischer Synthetikfaser sein. Vorbildfunktion für diese Materialkomposition boten professionelle Hosen aus dem Skisport, bei denen bereits lange zuvor auf die elastische Synthetikfaser gesetzt wurde. Dieses Material ermöglicht einen angenehmen Sitz im Sattel, ohne dass das Polster sonderlich dick sein müsste. Und was passiert, wenn es zu dick ist, ruft doch eher eine unangenehme Vorstellung hervor: Feuchtigkeit kann nicht abtransportiert werden und ein Schweißstau wäre die Folge. Und da ein feuchtwarmes Klima im Leistenbereich bekanntermaßen schnell zu wunden Stellen an sehr unangenehmen Orten führt, ist dies ein Bild, von dem wir uns möglichst schnell wieder verabschieden möchten!

Wie eine zweite Haut

Schon früh wurde auf der Suche nach der perfekten Radhose klar, dass sie möglichst dicht am Körper anliegen und einen passgenauen Sitz mitbringen sollte. Dies reduziert die Silhouette des Radfahrers so, dass dieser einem geringeren Luftwiderstand entgegenradelt, als trüge er schlabbernde Kleidung. Außerdem scheuert eine enganliegende Hose nicht auf der Haut und es bilden sich keine schmerzenden Stellen, z.B. an den inneren Oberschenkeln. Wenn nun neben der Passgenauigkeit auch noch die Atmungsaktivität des größten menschlichen Organs adaptiert wird, hat man schon eine ziemlich gute Radhose. Im Prinzip gelten hier die Anforderungen, wie wir sie auch an Sportbekleidung anderer Art stellen: Sie sitzt perfekt, ist atmungsaktiv und leitet dadurch überschüssige Feuchtigkeit vom Körper ab, ohne dass man im Fahrtwind auskühlt. Die T. Campionissimo S7 von Assos wird derzeit als das Top-Modell auf dem Markt gehandelt. Um stolze 360 Euronen müssen Fahrrad-Fans ihren Geldbeutel für diese Hose erleichtern.

Setzen sich Radler mit einer Radhose dem Spott aus?

Zugegeben: mit einem gepolsterten Po morgens das Haus zu verlassen, kann dem Biker einiges an Überwindung abverlangen, denn unauffällig ist eine Radhose nicht. Mittlerweile gibt es jedoch immer dezentere und ebenfalls erschwingliche Modelle, die ihren Zweck voll und ganz erfüllen. Man mag vielleicht öfter mal den Eindruck haben, mit einer Radhose einige Blicke mehr auf sich zu ziehen, aber ist das letztlich nicht egal, wenn man dafür entspannt, komfortabel und schmerzlos an sein Ziel gelangt? Umziehen kann man sich am Ziel schließlich immer noch. Und wer einmal mit einer guten Radhose eine längere Strecke geradelt ist, wird ihren Komfort auf künftigen Ausfahrten nicht mehr missen wollen. So viel sei garantiert!

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Bildquelle: Gonso

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