Das erste Kinderfahrrad – die wichtigsten Kauftipps für Eltern

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Das erste Fahrrad – eine aufregende Angelegenheit.

 

Ostern steht vor der Tür und die Sonne lädt von Tag zu Tag mehr dazu ein, sich draußen aufzuhalten. Einige Eltern denken jetzt vielleicht darüber nach, für ihren Nachwuchs das erste Kinderfahrrad anzuschaffen.

Jedoch ist die Auswahl auf dem Markt für Kinderfahrräder riesig. In diesem Angebotschaos den Überblick zu behalten ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem beim ersten Kinderrad ist es daher wichtig, nicht gleich das „Erstbeste“ zu kaufen. Denn Kinder, die von Beginn an positive Erfahrungen mit ihrem ersten pedalbetriebenen Zweirad machen, werden das Fahrrad auch im späteren Alter gerne zur gesunden und umweltfreundlichen Fortbewegung im Alltag nutzen.

Neben Fahrspaß sollte das Rad für Kids daher vor allem in Sachen Sicherheit auf dem besten Stand sein, auch wenn dafür vielleicht etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Worauf es bei der Wahl für das ideale Kinderfahrrad ankommt, haben wir in einigen Punkten für Sie zusammengefasst.

1) Die richtige Größe

Nichts verunsichert ein Kind beim Fahren lernen mehr, als das Gefühl, das Fahrrad „nicht unter Kontrolle“ oder „nicht richtig im Griff“ zu haben.  Auf das Alter kommt es dabei weniger an, als auf die entsprechende Körpergröße für die angebotenen Kinderfahrräder. Bis zu einer Körpergröße von 97 cm werden daher auch nur Laufräder angeboten. Wenn Sie als Elternteil das Gefühl haben Ihr Kind ist motorisch weit genug, um in die Pedale zu treten und wenn Ihr Kind von sich aus ein Interesse am Fahrradfahren äußert, ist das der richtige Zeitpunkt, um mit dem Kind in den Sattel zu steigen.

Ab einer Körpergröße von ca. 98 cm werden die ersten Kinderräder mit 12-Zoll-Reifen empfohlen. Wichtiger als die Körpergröße an sich, ist aber die Schrittlänge (auch Innenbeinlänge) Ihres Kindes, die Sie am besten selbst ermitteln. Schnappen Sie sich dafür ein Buch, einen Zollstock und natürlich Ihr Kind. Für genaue Messergebnisse ist es wichtig, dass das Kind weder Schuhe, noch Hose oder (in einigen Fällen) seine Windel trägt. Das Kind stellt sich gerade in eine Wand und klemmt das Buch an der obersten Stelle im Schritt senkrecht zwischen die Beine. Nun nehmen Sie den Zollstock und messen die Länge von der oberen Kante des Buchrückens bis zum Boden – und zack – haben Sie die korrekte Innenbeinlänge ermittelt.

Dieses Maß bietet Ihnen schon mal einen ersten Anhaltspunkt, ob das Rad ein 12 Zoller (ab 40 cm), 14 Zoller (ab 44 cm)  oder 16 Zoller  (ab 48 cm) sein soll. Zusätzlich vor Ort beim Fachmann probesitzen, Probe fahren und sich beraten lassen, ist natürlich die sicherste Methode. Die Sicherheit Ihres Kindes steht immer an oberste Stelle – Der beliebte Elterntrick, alles eine Nummer größer zu kaufen, ist ein absolutes Tabu!  Investieren Sie lieber in die ersten positiven und sicheren Fahrerlebnisse Ihres Schatzes. Damit zwei Monate später nicht direkt wieder in den Fahrradladen gefahren werden muss, sollten Sie darauf achten, dass Lenker und Sattel höhenverstellbar sind. In der Regel entspricht das aber bereits dem Standard.

2) Stichwort: kindgerechte Funktionen – Lenker, Bremse & Co.

Achten Sie beim Kauf eines Kinderfahrrads auf einen niedrigen Einstieg im Rahmen. In brenzligen Situationen kann ihr Kind schneller vom Fahrrad springen und wird sich mit diesem Wissen dauerhaft sicherer fühlen. Gangschaltung sowie Beleuchtung sind zunächst einmal nicht erforderlich – zumindest nicht, bevor es an die richtige Straßennutzung geht. Reflektoren und eine hohe Fahne für die bessere Sichtbarkeit  sind jedoch immer empfehlenswert. Auf jeden Fall vorhanden sein, sollte sowohl eine gute Rücktrittbremse, als auch eine separate Handbremse am Lenker. Achten Sie ebenfalls auf einen Kettenschutz aus Kunststoff, damit schweren Stürzen durch Verheddern des Hosenbeins vorgebeugt werden. Da besonders die kleineren Kinder ihr Gleichgewicht noch auf die Probe stellen, sollten die Reifen mindestens 37 mm, im Idealfall aber 47mm breit sein. Zusätzlich sollte ein ausreichender Aufprallschutz am Lenkervorbau beim Kauf berücksichtigt werden.

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So viel Spaß kann Fahrradfahren machen, wenns erstmal gelernt ist. Und verlernen tut man’s auch nicht mehr….

 

3) Mit Ruhe und Gelassenheit keine Angst vor Asphalt und Beton

Ermutigen und ermuntern Sie Ihr Kind ruhig zum Fahrradfahren, setzen Sie es aber niemals unter Druck, wenn es doch mal Bedenken haben sollte. Im Zweifel verunsichert dies Ihr Kind umso mehr und mindert meist langfristig die Lust, Neues auszuprobieren und zu lernen. Gewöhnen Sie Ihr Kind von Beginn an, an das Tragen eines Fahrradhelms, auch wenn Sie das Fahren zunächst mal nur auf einem Parkplatz üben – dann gibt es auch später weniger Diskussion um das Aufsetzen des Helms. Suchen Sie sich zum Üben jedoch keine Grünflächen. Diese sind im Falle eines Sturzes zwar weicher als Asphalt, erschweren dem Kind aber das Anfahren und verzerren das Gefühl fürs spätere Radeln auf Fuß- und Radweg. Achten Sie außerdem auf eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung Ihres Kindes. Auch das wird ihm ein Gefühl der Sicherheit geben.

4) Stützräder – ja oder nein?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Wir empfehlen jedoch eher die Variante ohne Stützräder. Wenn Ihr Kind motorisch fit ist, brauchen Sie es nicht unbedingt an die zusätzliche Sicherheit durch die Stützräder zu gewöhnen, denn nach kurzer Zeit wird es seinen eigenen Gleichgewichtssinn auf dem Zweirad gefunden haben.  Der Hersteller Puky bietet beispielsweise eine spezielle Fahrrad-Lernhilfe an, die in den ersten Wochen anstelle eines normalen Sattels montiert wird. Mit Ihrer Hilfe können Sie Ihr Kind beim Gleichgewichthalten unterstützen, ohne dabei eine zu stark gebückte Körperhaltung einzunehmen.

Um den Fahrradstart besonders spaßig zu gestalten, lassen Sie Ihr Kind die Farbe des Bikes aus den zahlreichen Varianten vielleicht sogar selbst bestimmen – es wird sich garantiert riesig freuen!

Bildquellen: Puky, S’Cool

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